Samstag, 22. November 2014

Inspirationsquelle: Wie wir wohnen...

... mit Dingen, die wir lieben

Ich liebe Einrichtungsbücher und Zeitschriften. Wenn ich sie durchblättere und an dem einen oder anderen Foto hängen bleibe, habe ich immer das Gefühl, durchs Schlüsselloch in eine andere Welt zu schauen.

Letztens fiel mir dieses Buch in die Hand: Wie wir mit Dingen, die wir lieben, wohnen
 von Stafford Cliff und Gilles de Chabaneix.


Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, wie wir denn all die liebgewonnenen Sammlerstücke, die wir besitzen, in Szene setzen können. Stafford Cliff als Herausgeber hat Fotos von Gilles de Chabaneix in einem Bilderbuch im wahrsten Sinn des Wortes versammelt. de Chabaneix hat als einer der bekanntesten französischen Lifestyle- und Designfotorafen für Elle Decoration und Marie Claire gearbeitet.

Im Vorwort habe ich einige interessante Aspekte zum Thema Sammeln gefunden:
  • Im Grunde ist jeder Mensch ein Sammler, auch wenn er es von sich nie behaupten würde.
  • Sammeln ist ein sehr alter Trieb - man denke an das Jäger- und Sammler-Dasein des Menschen vor etlichen tausend Jahren.
  • Die große Frage ist, wie wir unsere gesammelten Schätze verwahren: Liegen sie im Haufen in Kisten und Schränken oder werden sie präsentiert?
  • Die Art der Präsentation kann auch aus Alltagsdingen Besonderes machen: Ein Stapel alter Teller im Schrank macht weniger her als eine Tellergalerie an der Wand. 

Nachdem ich all diese klugen Dinge gelesen hatte, stellte ich mir die Frage nach meiner Sammelwut:
  • In meinen Kisten sammeln sich Stoffe. Ausstellungsmöglichkeit: Vernähen und Kleidungsstücke tragen.
  • Auf unserem Wohnzimmerschrank steht eine Ansammlung von Gefäßen. Einiges ist alt, einiges neu. Gefunden auf dem Trödelmarkt (die Teekanne), im Antiquitätenladen (die Glaskaraffe), im Spirituosenladen (die kleine Whiskyflasche im Hintergrund.
  • Mein Schmuck für den Lovi-Xmas-Tree ist auch eine Ansammlung von liebgewonnenen Dingen und liegt bislang noch in der entsprechenden Kiste. Ausstellungsmöglichkeit? Jedes Jahr in der Adventzeit im Laden. Theoretisch ab Montag, denn dann ist Totensonntag vorbei.

Und warum schreibe ich das alles? Die Tintenelfe lud auf ihrem Blog dazu ein, Bücher zu Weihnachten vorzustellen. Wie wir mit Dingen wohnen, die wir lieben, ist mein Beitrag dazu. Gerade zu Weihnachten finde ich dieses Thema sehr aktuell, denn auch Weihnachtsdeko besteht meistens aus einer Ansammlung von Dingen, die wir lieben, oder?

Mach es Dir gemütlich!

Montag, 10. November 2014

Fugenloser Kalkputz als Fliesenspiegelersatz in der Küche

Wie ich bereits erzählte, wohnen wir in einem Fachwerkhaus von 1775. Das hat zur Folge, dass unsere Böden, Wände und Decken nicht immer eben sind und sich im rechten Winkel treffen. Altbau halt.


Als wir unsere Küche einrichten wollten, standen wir vor dem Problem, dass die Wand hinter der Arbeitsplatte alles andere als gerade war. Mein ursprünglicher Plan war, großformatige Fliesen hinter der Arbeitsplatte anzubringen, um den Fugenanteil möglichst gering zu halten. Dieser Plan scheiterte wegen der Wandqualität - siehe oben. Kleinformatige Fliesen hätten an dieser Stelle funktioniert, aber das wollte ich nicht.

Was also tun?


Mein Handwerkerkollege schlug vor, einen geölten Kalkputz hinter der Arbeitsplatte anzubringen. Damit waren mehrere Probleme gelöst:
  • Es spielte keine große Rolle, dass die Wand eine großflächige Beule in die Küche hinein hat. Der Kalkputz passt sich der Form an und erscheint doch als einheitliche ebene Fläche.
  • Wir sind sogar fugenlos unterwegs.
  • Ich hatte eine nachezu freie Farbauswahl. Fliesen hätten mich in der Farbgestaltung deutlich mehr eingeschränkt.
  • Durch die geölte Oberfläche ist der Kalkputz wasserabweisend. Spritzwasser perlt ab und kann weggewischt werden.


Mein Fazit nach zwei Jahren Küchenbenutzung: Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung.

  • Wenn beim kochen oder backen Suppen- oder Sahnespritzer an der Wand landen, kann ich diese wegwischen, ohne dass ein Fleck zurückbleibt. 
  • Dazu kommt, dass die Wand optisch nicht als eine Farbfläche dasteht, sondern eine lebendige Oberflächenstruktur hat. Das macht sie weniger dominant, auch wenn der Farbton sehr kräftig ist.
Bei der Pflege einer solchen Fläche musst Du auf folgendes achten: Da die Oberfläche mit Öl behandelt worden ist, darfst Du keine fettlösenden Putzmittel verwenden, da diese die Oberfläche angreifen. Bei groben Verschmutzungen kannst Du Olivenölseife zur Reinigung nehmen, kleinere Flecken kannst Du meist einfach wegwischen.

Bezugsquellen: Kalkputz von Casa Natura, Hartöl für die Oberfläche von AURO