Samstag, 24. Mai 2014

Warum Wohnberatung?

Ich biete seit 2010 die Dienstleistung "Wohnberatung" an. Und immer wieder stelle ich fest, dass meinen Kunden nicht klar ist, was damit gemeint ist und wozu Wohnberatung nützlich sein soll.


Wohnberatung kann
  • Farb-, Möblierungs- und Ordnungsbedürfnisse sichtbarmachen
  • unterschiedliche Interessen der Wohnungsnutzer in Übereinstimmung bringen
  • genau auf die Wohnungsnutzer abgestimmte harmonische Wohnräume entstehen lassen
  • vor größeren Möbelkäufen die Sicherheit geben, exakt das richtige Möbelstück anzuschaffen und dadurch Fehlkäufe zu vermeiden

Es geht bei einer Wohnberatung nicht darum, auf die neuesten Wohntrends aufzuspringen. Es geht darum, individuelle Wohnbedürfnisse zu befriedigen und damit die eigene Wohnung für lange Zeit zu einem Ort des Wohlfühlens werden zu lassen. Die eigene Wohnung ist der Ort der Regeneration, des Rückzugs, der sichere Hafen und nichts ist schlimmer, als sich genau dort nicht beschützt, geborgen und wohlzufühlen.

Leider können wir unsere Wohnbedürfnisse meist nicht exakt formulieren. Wir fühlen sie in erster Linie. Und unser Partner und unsere Kinder fühlen auch, aber vielleicht anders. Vielleicht auch genau gleich, aber sie verwenden nicht die gleichen Worte wie wir für ihr Fühlen.

Wohnberatung greift an genau diesem Punkt: alle Wohnungsnutzer betrachten bei einem gemeinsamen Termin die gleichen Bilder und treffen ihre eigene Wahl, frei von den Bewertungen der anderen. Dadurch werden individuelle Vorlieben sichtbar. Und dadurch lassen sich alle Vorlieben und Bedürfnisse so in Einklang bringen, dass sich jeder Wohnungsnutzer in der gemeinsamen Wohnung beschützt, geborgen und wohl fühlt.

Es entstehen in der Folge genau auf die Wohnungsnutzer abgestimmte harmonische Wohnräume, die für lange Zeit Bestand haben, da unsere Wohnbedürfnisse glücklicherweise sehr konstant sind.

Kennt Ihr Eure Wohnbedürfnisse? Wie muss Eure Wohnung für Euch sein? Ich freue mich über Kommentare!

Dienstag, 13. Mai 2014

Farbtöne auswählen

Ich stelle in Beratungsgesprächen immer wieder das gleiche Phänomen fest:

Die Kunden halten die Farbfächer in der Hand und suchen sich einen oder mehrere Farbtöne für ihre Wände aus. Dann fragen sie sich, ob das Ausgewählte zu ihrer Einrichtung passt oder genereller, ob der gewählte Farbton in den Raum passt. Unsicherheiten kommen auf. Meist besteht die Schwierigkeit darin, sich den Farbton, der auf einem kleinen Fächer zu sehen ist, auf einer großen Fläche vorzustellen. Lieber dunkler? Oder doch heller?

An diesem Punkt kommt eine optische Komponente ins Spiel: Ein und derselbe Farbton wirkt auf einer kleinen Fläche anders als auf einer großen. Um genau zu sein: eine große Fläche wirkt dunkler als eine kleine Fläche.

Im Laden ist das an einem Beispiel schön zu erkennen. Die bereits bekannte sandfarbene Wand im Farbenraum ist mit Lehmstreichputz, Farbton umbrabraun, Farbstufe 1 gestrichen worden.






Schaut man sich die drei Farbabstufungen des Farbtons umbrabraun auf dem Farbfächer an, könnte man meinen, dass die Wand in Farbstufe 2 getönt ist.



Andersherum formuliert: Gefällt einem ein Farbton auf dem Farbfächer oder auf der Farbmusterkarte, ist es sinnvoll, für die Wände den gleichen Farbton in einer Nuance heller zu nehmen. Dann stimmen das gefällt-mir von der Musterkarte mit dem gefällt-mir der Wand überein.