Freitag, 28. März 2014

Weiß macht Wände hell - oder?

Immer wieder kommen Kunden zu mir in den Laden mit der Anforderung, dass der zu gestaltende Raum möglichst hell sein soll. Frage ich nach einer Idee für die Wandgestaltung, kommt dann häufig die Antwort "weiß" in Kombination mit dem bevorzugten Material.

Nun ist weiß aber schwierig. Weiß ist nämlich, auch wenn das Pigment Titandioxid im Spiel ist, die Abwesenheit von Farbe und pure Reflexion von Licht.

Weiß lässt sich nicht abdunkeln oder aufhellen wie alle anderen Farben (Schwarz ebenfalls ausgenommen).

Wenn also ein Schatten auf eine weiße Fläche fällt, wirkt die weiße Fläche im Schattenbereich sofort grau. Beschattet man eine farbige Fläche, wird lediglich der Farbton dunkler.


Dieses Bild illustriert sehr gut, was ich meine: Im Farbenraum sind die schräge Decke und ein schmaler Streifen Wand zur Decke hin weiß gestrichen, der Rest der Wand ist sandfarben. Der sandfarbene Farbton bleibt auch in den Schattenbereichen als eigenständiger Farbton erkennbar, während die weißen Flächen im Schattenbereich nicht mehr weiß sind.

Die Schlussfolgerung lautet also: Wenn Du einen Raum möglichst hell gestalten möchtest, dann verwende ein mit irgendeinem Farbton gebrochenes weiß und kein reines weiß um graue Schattenbereiche zu vermeiden.

Freitag, 14. März 2014

Heldenmarkt Ruhr - Gewinnt zwei Eintrittskarten

Die nächste Messe steht an:
Gemeinsam mit den Kollegen vom Arbeitskreis Ökobau Ruhrgebiet nehme ich am Heldenmarkt in Bochum teil. Untertitel der Messe: Messe für nachhaltigen Konsum.


Die Messe hat geöffnet
Freitag, 21. März von 16:00 bis 20:00 Uhr
Samstag, 22. März von 10:00 bis 20:00 Uhr
Sonntag, 23. März von 10:00 bis 18:00 Uhr

und findet statt in der Jahrhunderthalle in Bochum.

Ich bin gespannt, was uns erwartet und freue mich, den einen oder anderen meiner Kunden dort zu treffen.

Wer eine der beiden Eintrittskarten gewinnen möchte, schreibt bitte bis zum 17.3.14 18:00 Uhr einen Kommentar. Ich lose dann am Dienstag die beiden Gewinner aus und schreibe Euch wegen Eurer Postadresse an.

Samstag, 8. März 2014

So geht's: zweifarbige Wände

Ich habe in meinem Beitrag zur DaWanda Wohnparade von meinen nur teilweise farbig gestrichenen Wänden erzählt. Ich wollte in meiner Fachwerkhauswohnung farbige Wände haben, aber nicht den Blick auf den unebenen Übergang von Wand zu Decke lenken und deswegen habe ich meine Wände nur in den unteren zwei Dritteln farbig gestaltet.

Und so ist die Wandgestaltung entstanden:
Es ist zu Anfang unbedingt nötig, alles Werkzeug bereitliegen zu haben, nämlich Wasserwaage, Zollstock, Bleistift und Malerkrepp. Per Malerkrepp kann testweise die gewünschte Höhe markiert werden. Manchmal benötigt es mehrere Versuche, bis eine gute Proportion zwischen bunt und weiß gefunden ist, und manchmal ist beim ersten Testklebestreifen die richtige Stelle gefunden. In meinem Fall habe ich die Trennung auf 164,5 cm gelegt.

Wenn die passende Höhe bestimmt ist, wird an einer Stelle des Raumes das Maß per Zollstock ausgemessen und mit einem Bleistift markiert. Dann die Wasserwaage waagerecht an die Markierung anlegen und mit dem Bleistift eine dünne Linie daran entlangziehen. Die Wasserwaage zum Ende der Linie versetzen, wieder in die Waagerechte bringen und die Linie weiterzeichnen. Auf diese Weise einmal den Raum umrunden.
Es ist wichtig, diese etwas umständliche Methode zu wählen und nicht die Höhe an verschiedenen Stellen des Raumes vom Boden auszumessen und eine Linie entlang der Markierungspunkte zu ziehen. Ist nämlich der Boden schief, wird auch die Farbtrennung unregelmäßig, wenn man auf die Wasserwaagenmehtode verzichtet. Das Ergebnis sieht dann nicht berauschend aus, ich habs ausprobiert.

Wenn die Linie fertig gezogen ist, einen Streifen Malerkrepp knapp oberhalb der Linie aufkleben und darauf achten, dass beim Übergang von einem Kreppstreifen zum anderen kein Versatz entsteht. Man sieht zum Schluss auch Mini-Versätze. Exaktes Arbeiten lohnt sich!

Als nächstes wird die untere Kante des aufgeklebten Klebestreifens mit der Farbe übermalt, die im oberen Bereich der Wand ist. In meinem Fall ist es weiß. Auch dieser Mehraufwand lohnt sich, da durch das Übermalen der Klebebandkante diese versiegelt wird. Es kann beim eigentlichen Streichen dann keine Farbe mehr unter das Klebeband laufen und unschöne Nasen verursachen.



Ist die Farbe getrocknet, kann die Wand im unteren Teil im gewünschten Farbton gestrichen werden. Das Trennungsklebeband sollte entfernt werden, solange die Farbe noch feucht ist. Das vermeidet Farbabplatzer an der Kante.

Fertig!